Radio.Galaxy

– Ein digital erweitertes Brettspiel über die Methode der Radiointerferometrie

Forschungsschwerpunkt
Astronomie

Team
Florian Eppel & Dr. Daniela Dorner vom Lehrstuhl für Astrophysik, Studierende am Lehrstuhl für Mensch-Computer-Interaktion, Games Engineering, Uni Würzburg, Paula Frecot

Verantwortlichkeiten
Projektkoordination & -kommunikation, Konzept und Narrativ

Zeitraum
März 2023 – März 2024, im Rahmen des Hochschulwettbewerbs 2023 von Wissenschaft im Dialog

Wie entstehen Bilder von Schwarzen Löchern, wenn kein einzelnes Teleskop groß genug dafür ist?

Radio.Galaxy macht die Methode der Radiointerferometrie spielerisch erfahrbar, also genau die Technik, mit der die ersten Bilder der supermassereichen Schwarzen Löcher in M87 und im Zentrum unserer Milchstraße möglich wurden.

Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus Astronomie, Informatik und Design haben wir ein Brettspiel mit Augmented-Reality-Elementen entwickelt. Spieler*innen verbinden Radioteleskope, sammeln Beobachtungsdaten und erleben Schritt für Schritt, wie aus vielen einzelnen Signalen ein Bild entsteht.

Das Projekt übersetzt ein komplexes astrophysikalisches Verfahren in ein Format, das neugierig macht und zum Ausprobieren einlädt. Statt Radiointerferometrie nur zu erklären, wird sie hier als Prozess erfahrbar und lädt zum Spielen und Entdecken ein.

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Die analogen Teleskope laden zum Anfassen und Ausprobieren ein, die AR-Anwendung macht ihre Wirkung sichtbar. Während die Spielenden ihre eigene Konstellation auf dem Brett aufbauen, erleben sie über die Anwendung, wie aus dieser Anordnung Beobachtungsdaten entstehen. So verbindet das Projekt haptisches Spielen mit digitaler Visualisierung und macht nachvollziehbar, wie viele einzelne Signale zu einem gemeinsamen Bild zusammengeführt werden.

Die Story: Das Schwarze Loch möchte ein Foto von sich. Die Spielenden werden eingeladen, dem Schwarzen Loch dabei zu helfen, und können direkt loslegen. Schritt für Schritt bauen sie eine Konstellation aus Radioteleskopen auf, beobachten über die Anwendung, wie aus ihrer Anordnung Daten entstehen, und erhalten dabei Hinweise für eine optimale Verteilung der Teleskope, die sie durch den Prozess führen. So wird die Methode der Radiointerferometrie nicht abstrakt erklärt, sondern als spielerische Herausforderung erfahrbar. Am Ende zeigt sich, wie nah das gemeinsam erzeugte Bild an das reale Bild von M87 herankommt. Dieser Vergleich macht sichtbar, wie aus vielen einzelnen Signalen ein astronomisches Bild entsteht.

Kann ich das Spiel nutzen?

Ja! Das Spiel steht alles Forschungseinrichtungen kostenlos zur Verfügung. Alle Materialien lassen sich selbst herstellen oder ausleihen. Melde dich dafür am Lehrstuhl für Astrophysik.